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die Kunststoffe und dessen Einsatzgebiete
Kunststoffe werden mit Abkürzungen bezeichnet oder haben einen Übernamen wie etwa Bakelite oder Plexiglas
sehr kurzer Querschnitt durch die Kunststoffgeschichte
Bakelite - ein Duroplast; der einzige Duroplast, der mir noch in Erinnerung geblieben ist, wird in einem Pressverfahren zu Bestandteilen
jeglicher Art verformt. Besteht aus Phenol und Formaldehyd
Nach Abkühlung und Aushärtung des Kunststoffes ist dieser widerstandsfähig gegen mechanische Einwirkungen,
Hitze und Säuren. Im Gegensatz zu Thermoplasten lässt sich Bakelit auch durch Erwärmen nicht wieder verformen.
Bakelit hat immer dunkle, braune bis schwarze Farbtöne und dunkelt bei Licht nach.
also versuchen wir dieses Bild zu beschreiben ...
man sieht hier ein Beispiel eines wichtigen grösseren Teils aus Bakelite. Ich habe diese Teile frisch aus der Presse schon in den Händen gehabt, deshalb kann ich mit ruhigem
Gewissen bestätigen, dass diese schwarzen Hauptkörper aus Bakelite ® sind. Auf das schwarze Unterteil wird die ganze Elektronik und Mechanik montiert und am Schluss die durchsichtige Haube
aufgeschraubt. Es sind Strom-Zähler von der Firma LANDIS & GYR in Zug. In dieser damals noch grossen Firma habe ich die erste Lehre als Plastikant absolviert.
In der LANDIS & GYR produzierte man zu grossem Prozentsatz für Eigenprodukte. Dort kam ich mit der Thermoplast- und Duroplastproduktion in Kontakt. Ein Hinweis für
Kenner der Kunststoffwelt. Oder sagen wir mal für solche die sich nur am Rande mit dieser Materie beschäftigt haben. Der Duroplast wird nicht nur mit Pressformen verarbeitet.
In der LANDIS & GYR habe ich auch 3 Maschinen bedient und umgerüstet, die den Duroplast in Spritzformen einspritzten. Dieses Verfahren hat aber eigene Merkmale und ist zur Thermoplast-Produktion
grundsätzlich verschieden. Ich weise darauf hin, da schon eingefleischte Werkzeugbauer darüber gestaunt haben, als ich von diesem Verfahren erzählt habe.
übrigens ... diese Haube dieses Stromzählers kenne ich auch bestens. Ich kann mich nur nicht mehr errinern ob diese aus PMMA oder
durchsichtigem PC hergestellt wurde. Aber ein Detail ist noch erwähnendswert. Die ersten Hauben-Spritzwerkzeuge wurden mit herkömlichem "Rüben-Anguss" ausgestattet.
Wobei die letzte Version, die ich noch erleben konnte, mit einem Heiss-Kanal-System versehen war. Die Teile wurden nach jedem Spritz-Zyklus mit einem Roboter aus der Form
herausgeholt.
PMMA - Polymethylmetacrylat ; kennt man auch als Plexiglas
PC - Polycarbonat
PS - Polystyrol
PA - Polyamid
POM - Polyacetal
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