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Windsurfen Bei endsprechendem Wind wird man so richtig über die Wellen gejagt. Voraussetzung ist wie so in vielem, eine gute Einschulung in die Technik. Oder sagen wir mal, dass man Erfahrungen sammeln muss, um dann hier mitreden zu können. Es gibt viele Manöver die man beherrschen muss. Man kann zum Beispiel sich nicht zufrieden geben, das Segel jedesmal aus dem Wasser zu ziehen, um es danach optimal in den Wind zu stellen, um den Antrieb zu erhalten. Dazu gibt es den Wasserstart im tiefen Wasser oder den Beachstart am Strand. Bei starkem Wind ist es sogar möglich mit eingehaktem Trapez den Wasserstart zu schaffen. Das Trapezfahren beschreibe ich weiter unten. Weitere Manöver sind das Wenden und Halsen. Nur so nebenbei. Das sind die deutschen Bezeichnungen. Die Halse wird im englischen Jibe genannt. Und die Jibe kann man auch in verschiedenen Ausführungen auf's Wasser schneiden. Die normale Jibe ...... PowerJibe ..... und die RaceJibe. Die RaceJibe ist die spektakulärste, aber auch die schwierigste. Jedenfalls für mich. Das weil ich ja in der Schweiz lebe und nicht grosse Möglichkeiten habe, diese zu üben. Wir haben zwar die Seen aber nicht genügend Tage mit Wind. Es kann auch vielfach geschehen, dass man hinnehmen muss, während der Arbeit festzustellen, wie draussen ein starker Wind die Bäume durchschüttelt. Das ist dann weniger amüsant. Der Unterschied von der Wende und der Halse, oder eben der Jibe, besteht in der Art wie man die Seite auf dem Board(Brett) wechselt. Wie Du vielleicht weisst fährt man hin und her und muss dabei den Wind immer im Rücken haben.Also kommt man nicht daran vorbei die Seite des Boards zu wechseln. Bei der Wende drehst Du in Richtung Wind und im richtigen Moment läufst Du um den Mast. Die Jibe beginnt man in die andere Richtung. Das heisst, man dreht sich vom Wind weg und wieder im richtigen Moment lässt Du das Segel umklappen (dem sagt man shiften). Während dem Umklappen muss man die Stellung der Füsse wechseln. Das macht man während oder einige Bruchteile einer Sekunde danach. Bei der Jibe wendest Du also, indem Du das Brett in die neue Richtung steuerst und das Segel umklappen lässt. Dabei kommst Du beinahe oder ganz zum stehen. Bei der PowerJibe wird nun das ganze mit hoher Geschwindigkeit durchgeführt. Man fährt eine Kurve mit kleinerem bis grösserem Radius. Wichtig ist dabei, dass man immer im Gleiten bleibt. Und wenn man dieses Manöver zu radikal fährt und sich nicht genug in die Kurve legt, kann es geschehen, dass man durch die Zentrifugalkraft aus der Kurve geworfen wird.
© 03. Dezember 2017 by L.Capoferri • |